Category: tänzer

11
Jan

Biografie Natur

Vernissage des Künstlers Stefan Soravia in der LAUDA FabrikGalerie

Fotos: José Morata

Häng‘ dein Herz nicht an eine Blüte.
Häng‘ dein Herz an die Blumen.

Eine tänzerische Meditation über die zyklische Natur des Lebens .

Natur heißt: Leben. Leben heißt: Entstehen, wachsen und vergehen – um Platz zu schaffen für neues Leben, das dann erneut in diesen Zyklus eintritt. Diesen ewigen Kreislauf greifen Petra Vetter und Stefan Albus auf, um sich mit ihm in drei Szenen künstlerisch auseinander zu setzen: tänzerisch, lyrisch und klanglich.

Erste Szene: Kokon
Etwas wächst, entsteht, fordert herauszubrechen und ins Leben zu treten.

Zweite Szene: Wachstum
sehen, spüren, er-leben, begreifen – um daran weiter zu wachsen.

Dritte Szene: Feuer!
Selbst scheinbar alles vernichtende Waldbrände zeigen schließlich: Feuer ist nicht nur eine zerstörerische, sondern auch eine reinigende Kraft, die Platz schafft für Neues. Für alles Kommende, das ebenso ein Recht auf Leben hat wie alles bereits Dagewesene. Um die Fackel des Lebendigen weiterzutragen.

Alle drei Szenen erstrecken sich über eine Dauer von circa 15 Minuten. Sie werden eingeleitet von kurzen lyrischen Betrachtungen des Themas aus der Feder Petra Vetters – die im weiteren Verlauf zu akustischem Material werden für daraus generierte digitale Artefakte, rhythmische Strukturen und komplexe granulare Klangflächen aus dem Modularsynthesizer, die die tänzerischen Auseinandersetzungen mit den Aspekten des allgemeinen Lebenszyklus kommentieren, färben und antreiben. Und damit das „Prinzip Leben“ nicht nur für die Augen, sondern auch für den Hörsinn unmittelbar erfahrbar machen.

Denn über allen Lebenszyklen steht seinerseits ein gemeinsamer Nenner: Die der Natur innewohnende Kraft, permanent Dinge zu zerlegen, in gewisser Weise also zu dekonstruieren, um Neues aus bereits Bestehendem zu machen.

Tanz, Lyrik, Rezitation: Petra Vetter
Modularsynthesizer: Stefan Albus

Vernissage

Donnerstag 07. Dezember 2017, 19.30 Uhr, FabrikGalerie LAUDA, Pfarrstr. 41/43, Laud-Königshofen

02
Dez

SOWOHL ALS AUCH

Kultur des Missverstands

Gruppe : Zweifellos :

Fotos: Sven Büngener, Klaus Hansen d. Ä. Köln

Endlichkeit
Performance

Ein Mann steht dem baldigen Lebensende seiner Frau gegenüber. Er glaubt, sie aufhalten zu müssen, weil er ihre Demut, ebenso wie die Endgültigkeit ihrer Entscheidung fehlinterpretiert.

Tanz: Petra Vetter, Hartmut Misgeld
Prosa, Choreographie: Petra Vetter
Musik: Eric Satie
Nach einer Idee von Hartmut Misgeld



Flyertext
Das Missverständnis ist lt.Duden die unbeabsichtigte falsche Deutung einer symbolischen Handlung. Missverständnisse belehren uns über die Doppel-und Mehrdeutigkeit unserer verbalen und nonverbalen Zeichen, mit denen wir uns verständigen. Sie können Kriege auslösen, aber
auch Frieden stiften. Das Missverständnis hat viele Facetten: Im Alltag ist es ein ärgerlicher Fauxpas, der rasch korrigiert sein will. In der Kunst ist es eher ein Qualitätsmerkmal des Werks und wäre besser „Mehr-Verständnis“ zu nennen. Das Missverständnis in der Zellbiologie kann Auslöser von Krankheiten sein. In der Rechtsprechung bringt es den „versteckten Einigungs-
mangel“ von Vertragspartnern zum Vorschein – ohne Schuldzuweisung. Wer Missverständnissen vor-
beugen will, muss damit rechnen, neue zu schaffen. Ein kultivierter Umgang des „animal symbolicum“ mit Missverständnissen zeigt sich zuerst in der Toleranz gegenüber der Vielfalt der „Lesarten“, die in den Signalen und Zeichen angelegt ist.


Beiträge zur Vernissage

Begrüßung Maren Walter Gold-Kraemer-Stiftung

Musikbeitrag Prof. Alphonse Sauer
„Die Atmosphäre kennt kein Missverständnis“

Wortbeitrag Dr. Peter Hamacher
„Recht – kein Feld für sowohl als auch und Missverständnisse

Performance Petra Vetter und Hartmut Misgeld
„Endlichkeit“

Wortbeitrag Prof. Dr. Claudia Binder
„Die böse Saat: wie Kommunikation im Tumorgewebe schief gehen kann“

Einführung Prof. Dr. Klaus Hansen
„Kommunizieren heißt Missverständnisse moderieren“

AUSSTELLUNG

STEFAN ALBUS URSULA BAUER CLAUDIA BINDER INES BRAUN
WALTER HANEL KLAUS HANSEN d.Ä. KLAUS HANSEN d.J. SABINE HELD DIETER HÖSS MANUELE KLEIN
DAGMAR LAUSTROER DIRK MÜLLER FRÉDÉRIC PINTON JEANNE PRESTIGIACOMO ALO RENARD MARIA SCHÄTZ-MÜLLER-LUKAS ANTJE SCHLENKER-KORTUM
LOTHAR SÜTTERLIN DAGMAR VOM GRAFEN-CONNOLLY KAY WIESE

Vernissage

Sonntag 05. November 2017, 11.00 Uhr
Inklusives Begenungs- und Tagungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung
Ulrichsstr. 110, 50226 Frechen-Buschbell

19
Nov

A Happy Ending?

Tanztheater von Petra Vetter

Wann sprechen wir in einer Beziehung von einem Happy End?
Ist es das, was Hollywood uns glauben machen möchte?
Was geschieht, wenn sich zwei Menschen mit ihren Hoffnungen und Ängsten begegnen?

Diesen Fragen geht die Choreographin Petra Vetter in A Happy Ending? nach.

Zwei Menschen treffen sich zufällig, scheinbar ohne nachhaltig voneinander berührt zu sein. Sie begegnen sich erneut und finden sich nun attraktiv. Das Spiel mit den Reizen beginnt. Sie versuchen, einander mehr oder weniger subtil zu dominieren. Beide haben ihre Beziehungserfahrungen, die sie dazu veranlassen, sich hinter ihren inneren Mauern zu verstecken. So versuchen sie, ihr verletzbares Ich nicht zu zeigen. Dann eskaliert die Situation, ein Stück der inneren Mauer fällt. Das ist der Auftakt zum gegenseitigen Erkennen. Was sie nun voneinander wahrnehmen gefällt ihnen so sehr, dass der Wunsch entsteht, zusammenzufinden. Ist ein Happy End möglich?

Die Charaktere des Stückes werden von Isabella Heymann und Egid Minác, beide Tänzer am Landestheater Detmold, verkörpert. Petra Vetter verwebt ihre Choreographien mit lyrischen Texten der Autorin Bettina Lohaus, die eigens für dieses Stück geschrieben wurden. Sie schaffen eine atmosphärische Dichte, ohne eine Parallelgeschichte zum Tanz zu erzählen oder diesen zu illustrieren. Der Jazzpianist Martin Kübert hat für dieses Tanztheater Musik von Abdullah Ibrahim /Dollar Brand bearbeitet, die er live spielen wird.

Tanz: Isabella Heymann, Egid Minác
Klavier: Martin Kübert
Rezitation: Petra Vetter
Lyrik: Bettina Lohaus
Licht: Peter Sandvoß
Skript und Choreographie: Petra Vetter

Die Produktion des Projekts ist eine Kooperation der MediaDesignProduktion Gugel+Steiner, Bergisch Gladbach und der Rheinischen Musikschule Köln.

Performance

30.Mai 2015, 19.00 Uhr
31.Mai 2015, 19.00 Uhr

Bühne des Gymnasiums Kreuzgasse, Vogelsangerstr. 1, 50672 Köln
Kartenreservierung: 0221-951 46 90
Abendkasse ab 18:00 Uhr

Sehen Sie hier eine Szenenauswahl



Kritik von Ellen Brombach zum Tanztheater „A Happy Ending?“ von Petra Vetter

„Da bist du wieder
siehst mich aus meinen Augen an
hängst dich wie Blei in die Winkel meines Mundes
gräbst Furchen der Schwermut in meine Stirn…“

mit diesen Worten beginnt das Stück „A Happy Ending?“ der Choreografin Petra Vetter. Mit beeindruckender Präsenz rezitiert sie Texte der Autorin Bettina Lohaus und führt den Zuschauer ohne Umschweife in das Geschehen. Schnell wird dem Zuschauer klar: Hier geht es ans Eingemachte. Noch während der Zuschauer das verarbeitet, beginnt ein Kokon, der auf der Bühne steht, sich langsam zu bewegen. Gefangen in ihren eigenen, selbst errichteten Mauern, windet sich eine Tänzerin hin und her, bevor ihr geholfen wird, sich zu befreien und Mauern einzureißen. In diesem Stück geht es um Mauern, den eigenen Mauern und Mauern anderer – um die Annäherung aneinander, um die Abgrenzung, um Liebe, Kampf und Macht – eben um das große Schlachtfeld „Beziehung“.
Petra Vetter verwebt ihre Choreografie mit lyrischen Texten, die eigens für dieses Stück von der Autorin Bettina Lohaus geschrieben wurden. Sie schafft eine atmosphärische Dichte, ohne eine Parallelgeschichte zum Tanz zu erzählen oder diesen zu illustrieren.

Die Tänzer Isabella Heymann und Egid Minac vom Landestheater Detmold glänzen in ihren Rollen als Liebespaar, das sich zufällig in Leichtigkeit und Verspieltheit findet und trennt, nochmals aufeinander trifft, sich ausprobiert, provoziert, bekämpft und sich doch immer wieder findet – in einem Wechselbad der Gefühle – dem ewigen Hin und Her, das jedem nur allzu bekannt ist. Sehr eindrucksvoll: der Tangopart! Hier liegen sie sich innig beim Paartanz in den Armen, um dann im nächsten Augenblick vermeintlich gegeneinander zu kämpfen. Beide stecken ihr Territorium ab, versuchen zu dominieren, den anderen zu manipulieren, bis die Situation eskaliert. Beide verteidigen ihre vermeintliche Selbstbestimmung, bis schließlich einer von beiden die schützende „Maskierung“ aufgibt, sodass sich am Ende beide völlig „schutzlos „ gegenüberstehen.

Der Zuschauer durchwandert das gesamte Beziehungsgeflecht vom Kennenlernen bis zum vermeintlichen Happy End – er ist Voyeur – ohne Langeweile. Er begegnet Glück, Freude, Hass, Aggression, Gleichgültigkeit, alles was eine heutige Beziehung ausmacht. Der Jazzpianist Martin Kübert begleitet das Stück, in dem er Themen der Musik von Abdullah Ibrahim / Dollar Brand verarbeitet.

Das Stück „A Happy Ending?“ der Choreografin Petra Vetter präsentiert sich als durchdachte und gelungene Arbeit. Schade nur, dass der Aufführungsort diesem guten Tanztheaterstück nicht gerecht werden konnte. Das zeigt noch einmal, wie dringend in Köln geeignete Orte für Tanz benötigt werden.

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