Tanz und Skulptur

Die Ausstellung der Holzskulpturen von Georg Becker mit der choreographischen Umsetzung ihrer Inhalte sind Gegenstand von Tanz und Skulptur. Jede einzelne Holzskulptur von menschlicher Größe hat verschiedene maskenhafte Gesichter mit unterschiedlichen Ausdrücken. Sie läßt so jedem Betrachter die Möglichkeit offen, Gefühlszustände zu sehen oder zu erleben. Die Körper der Skulpturen sind mit kontrastreichen Farbfeldern bemalt, die die Assoziation von Bewegung hervorrufen oder als eigene Bildwelt gesehen werden können.

Petra Vetter greift die archaische Ausdruckswelt der Skulpturen auf und setzt die verschiedenen Charaktere durch unterschiedliche Tanzstile und -richtungen mit afro-,orientalischen und klassischen Einflüssen, sowie Hip-Hop-Elementen in Bewegung um.

Passende, von Petra Vetter ausgesuchte Musikpassagen wurden von Ulrich Rath mit viel Einfühlungsvermögen für die dramaturgischen Belange der Tänzer/innen geschnitten.

Georg Becker, Künstler mit eigenem Atelier in Bergisch Gladbach, geht mit seinen Skulpturen in der Tanz-Galerie von Petra Vetter erstmals an die Öffentlichkeit.

Petra Vetter hat dieses Projekt für die Tanz-Galerie inszeniert, unter Mitwirkung der Tänzer/innen: Ezana Bahlebi, Elke Lieder, Nancy Rink und Jewgwnij Zakharchenko.

17./18. Juni 2000
Tanz-Galerie, Taubenstr. 11-13, Bergisch Gladbach

Pressekritik

Kölner Stadtanzeiger 05.07.2000 und Bergisches Handelsblatt

Einer ungewöhnlichen Allianz zweier Kunstgattungen wohnten die rund 160 Besucher der Tanz-Galerie von Petra Vetter bei. Ausgangspunkt waren die Holzskulpturen von Georg Becker. Den teilweise zwei Meter hohen „Individuen“, wie der Künstler sie nennt, schreiben Kenner hohen Aufforderungscharakter zu. Ihn ließ Petra Vetter auf sich wirken und konzipierte eine Choreographie, die eigens auf die Arbeiten abgestimmt war und für die sie fünf Tänzer gewann. Dazu hatte Ulrich Rath Musikelemente indianischen, karibischen, irischen und klassischen Ursprungs als drittes künstlerisches Element arrangiert. Doris Hensch, Vorsitzende des Arbeitskreises der Künstler und Kunsthistorikerin, wies in ihrer Einführung auf die lange Tradition bemalter Holzskulpturen hin, die schon in der Antike beginne. Die Gäste jedenfalls zeigten sich angetan über die Verknüpfungen, die zudem die unterschiedlichsten Sinne ansprach.

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