Raumwege

Performance in Stimme, Tanz und Musik anläßlich der Baumeister-Johann-Schumacher Preisverleihung im Oktober 2003 an der Hochschule Köln, Fakultät für Architektur.

Petra Vetter: Choreographie, Tanz, Rezitation
Tom Schäfer: Komposition, Electronic-Percussion, Sounddesign

Einen Tänzer hat sie für dieses Projekt gesucht und einen Musiker gefunden:
die Tänzerin und Choreographin Petra Vetter und der Percussionist und Sounddesigner Tom Schäfer.

Petra Vetter hat bereits in früheren Werken Interaktionen zwischen unterschiedlichen Kunstgattungen aufgegriffen und sie in diesem Werk fortgesetzt. Die Musik, die diese Performance begleitet, steht nicht als „Untermalung“ für den Tanz in Form einer festen Komposition für eine festgelegte Choreographie, sondern setzt in strikter Gleichgewichtung eigene Akzente.

Musik und Tanz – sie stehen zueinander wie der Impuls und seine Wirkung.

Improvisation im eigentlichen Sinne: Musik imitiert und steuert den Tanz, der Tanz drängt die Musik beständig in seine Richtung. Reibungspunkte entstehen, die die kreative Phantasie entzünden können.

Das Stück „Raumwege“ gerät so zu einem beständigen Dialog zwischen den Künstlern. Petra Vetter begnügt sich dabei nicht mit der Rolle der Tänzerin, sondern ist zugleich Rezitatorin aus einer Gedicht- und Textauswahl von Christian Morgenstern, Heinz Erhardt, Bert Brecht/Kurt Weil und M.C. Escher.

Texte und Fragmente werden aus ursprünglichen Zusammenhängen gelöst und neu montiert. Sie geraten so zu einer Verkörperung von Leidenschaft, Ekstase, Mühsal, Verlust, Schmerz und Hoffnung, die jeden Künstler bei der Entstehung eines neuen Werkes begleiten.

„Raumwege“ als Versinnbildlichung für Raum geben, für das Überwinden von Grenzen, für die Kreation neuer Ideen, für Inspiration und Genese.

Tom Schäfer kombiniert seine Komposition für Electronic- und Acoustic- Percussion mit Improvisationen und verleiht dem Stück mit seinen Percussion-Atmos als kreative Säule eine unverkennbare Signatur.

Presse

Veröffentlichung der Fachhochschule Köln zur Preisverleihung
Rückschau Baumeister-Johann-Schumacher-Preis 2003

Mit der erstmaligen Preisverleihung des Baumeister-Johann-Schumacher-Preises im Jahr 2003 konnte der von der Firma Ewald Hohr Wohnungsbau & Co.KG gestiftete Förderpreis würdig aus der Taufe gehoben werden.

Die herzlichen Grußworte des Rektors, des Dekans sowie des Stifters leiteten eine anspruchsvolle, kurzweilige Veranstaltung ein.

Zunächst präsentierte und erläuterte Herr Vetr.-Prof. Lengyel die vom Preisgericht ermittelten Anerkennungen. Schon hier waren das hohe Niveau und die kreative Vielfalt der eingereichten Arbeiten erkennbar.

Die Auszeichnungen wurden auf erfrischende Weise von den jeweiligen Preisträgerinnen und Preisträgern selbst vorgestellt. So konnten die Qualitäten der Arbeiten, die Herr Prof. Schilling als Vorsitzender des Preisgerichtes in seiner vorangestellten Laudatio bereits hervorgehoben hatte, dokumentiert werden.

Eine künstlerische Einlage in Form einer Tanzperformance von Petra Vetter und Tom Schäfer begeisterte das Publikum, indem die architektonischen Begriffe Raum, Ort und Zeit in Bewegungen umgesetzt wurden.

Das ansprechende Bühnenbild, das von zwei Studentinnen (Alexandra Brahm und Tina Geuhs) entworfen und umgesetzt wurde sowie die exzellente Lichttechnik (mit freundlicher Unterstützung der Kölnmesse) rundeten die Veranstaltung ab und verliehen dem Karl-Schüssler-Saal eine außergewöhnliche Atmosphäre. In dieser konnte die Präsentation der Preisträgerarbeiten hervorragend in Szene gesetzt werden.

Bei beschwingter Musik und einem reichhaltigen Büfett klang die Veranstaltung aus.

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